Regnitzlosau

Regnitzlosau

Montag, 29. Oktober 2012

Blickpunkt 24.10.2012

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Mittwoch, 10. Oktober 2012

FWR besichtigt Biogasanlage




Pressenotiz

FREIE WÄHLER BESICHTIGEN BIOGASANLAGE
Seit acht Monaten ist die Biogasanlage Regnitzlosau in Betrieb. Die sonnigen Herbsttage werden genutzt, um gehäckselten Mais für die Anlage anzuliefern. Riesige Transportfahrzeuge liefern das „Futter“ für die „Betonkuh“ , wie sie der Geschäftsführer der Bioenergie Regnitzlosau GmbH & Co. KG, Stefan Wolfrum, nennt, im Taktverfahren an. Das Häckselgut wird auf die drei offenen Betonspeicherflächen abgekippt. Eine Art Pistenraupe verteilt das Grünzeug und schiebt es zu einem Hang zusammen. Es sieht aus wie eine grüne Skipiste. 12.000 Tonnen „Futter“ für die Anlage. Sie müssen bis zur nächsten Ernte reichen.
Die Besuchergruppe der Freien Wähler ist fasziniert vom Anblick der Großtechnikaktionen, bevor sie vom Fraktionsvorsitzenden der Freien Wählerschaft Regnitzlosau, Werner Schnabel begrüßt wird. Er bedankt sich bei Stefan Wolfrum für die Möglichkeit der Betriebsbesichtigung und gibt seiner Freude darüber Ausdruck, dass die von ihm im September 2009 im Gemeinderat vorgetragene Vision eines Nahwärmenetzes jetzt Wirklichkeit geworden ist. Statt mit Hackschnitzeln werde nun allerdings mit Biogas gearbeitet.
Vor der Gasfackel, einer Sicherheitseinrichtung, erläuterte Wolfrum die Funktionsweise der Biogasanlage, die von 18 Landwirten aus Regnitzlosau und Umgebung in Form einer GmbH & Co. KG betrieben wird. Nach seinen Worten haben die beiden Betonbehälter  mit grünem kegeligem Tragluftdach– genannt Fermenter – einen Durchmesser von je 38 Metern. Sie haben ein Fassungsvermögen von 6.500 cbm Biomasse. Die Anlage wird täglich mit 35 Tonnen Mais- und Grünsilage und 20 cbm Gülle beschickt. Damit sich die Bakterien wohl fühlen und Biogas produzieren, muss im Fermenter konstant eine Temperatur von 42 Grad Celsius gewährleistet werden. Dies wird durch Zuführung von Abwärme der Anlage sichergestellt. Der Fermenter ist außerdem mit einer 10 cm dicken Glasschaumisolierung versehen. Wolfrum erklärt, dass nicht mit Rührtechnik gearbeitet wird, sondern mit ständiger Beregnung durch Flüssigkeit aus dem unteren Drittel des Behälters. Damit kann eine hohe Verweilzeit der Biomasse von ca. 120 Tagen erreicht werden. „Das ist ein für vergleichbare Anlagen sehr guter Wert“, sagt Wolfrum. Im Techniktrakt zeigt er dann den Besuchern, wie das produzierte Biogas in verwertbare Energie umgewandelt wird. Zwei lautstarke gasbetriebene Motoren – die Blockheizkraftwerke –erzeugen stündlich 760 kw Strom, der ins Netz eingespeist wird. Die Anlage produziert außerdem ca. 1.100 kw Heizwärme pro Stunde. Davon werden 600 kw über ein Rohrleitungssystem in das Nahwärmenetz geleitet, das Schule, Turnhalle, Lehrschwimmbecken, Pfarrhaus, Kindergarten und einige Privatanwesen in der Schulstraße mit Heizwärme versorgt. Um die Spitzenlast für die Nahwärmeabnehmer abzusichern, wird zusätzlich ein Gaskessel betrieben.
Nach einem Blick in die Computerzentrale der Wiegeeinrichtung war Schnabel beeindruckt von der Logistik der Organisation der Maisanlieferung. Häckseln und Antransport sind an ein Unternehmen vergeben. Mitgesellschafter Matthias Schleicher zeigte am Computer, welche Felder vom Häcksler gerade abgeerntet werden und welche Transportfahrzeuge aktuell unterwegs sind. Die Einsätze werden über Geodatensysteme geplant und überwacht. Das Wiegen der Transporte und die Gutschrift der Liefermengen für die registrierten Landwirte geschieht automatisch.
Angesprochen auf die Belästigung der Anwohner an den Zulieferungsstraßen durch die riesigen, nicht abgedeckten Transportfahrzeuge, verwies Wolfrum darauf, dass das Transportunternehmen angehalten sei, im Ortsbereich langsam zu fahren und Belästigungen der Anwohner zu vermeiden.  Er bat allerdings um Verständnis und Nachsicht, dass die Landwirtschaft witterungsabhängig arbeite und dass sie in der Erntezeit ohne verstärkte Einsatzzeiten und Transportfahrten leider nicht auskomme.

Dienstag, 22. Februar 2011

Grünes Licht für Biogasanlage

SONDER-PLAN
Grünes Licht für Biogasanlage
Von Ronald Dietel
Der Regnitzlosauer Gemeinderat genehmigt den Entwurf für den Sonder-Bebauungsplan. Mit der Anlage soll ein Nahwärmenetz für Teile der Gemeinde entstehen.
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Regnitzlosau - Bereits im Januar hat sich der Gemeinderat - wenn auch in nichtöffentlicher Sitzung - mit dem Bauvorhaben der "Bioenergie Regnitzlosau GmbH" befasst. Diese hat nach dem Ortsende von Regnitzlosau an der Staatsstraße 2192 in Richtung Rehau hinter der Hühnerfarm zwei Grundstücke erworben. Dort soll eine Biomasse-Energieanlage entstehen, um Strom zu erzeugen und gleichzeitig die Abwärme zu nutzen. Über ein Fernwärmenetz sollen Schule, Kindergarten und Kirche sowie Wohnhäuser im Umfeld mit Fernwärme versorgt werden. Die Zufahrt zur Anlage ist über einen Stichweg erschlossen, der parallel zur Staatsstraße läuft.

Nachdem der Gemeinderat bereits in besagten nichtöffentlichen Teil einen Grundsatzbeschluss zur Errichtung gefasst hatte, musste das Gremium nun einen vorhabenbezogenen Sonder-Bebauungsplan für diese beiden Grundstücke auf den Weg bringen.

Den Entwurf dafür stellte Diplom-Geograph Norbert Köhler vom Kronacher Büro "Kommunale Entwicklungsplanung" vor. So entstehen als Biomasse-Energieanlage zwei Fermenter zur Gaserzeugung und ein Technikgebäude zur Umwandlung des Gases in Strom. Zusätzlich werden ein Gär-Reste-Behälter und Fahrsilos gebaut. Letztere entstehen im hinteren Bereich der Grundstücke. Um das Erscheinungsbild aufzulockern, sind großzügige Grünflächen vorgesehen.

Ende des Jahres ans Netz

Die Entwässerung der Anlage erfolgt über zwei verschiedene Wege. Laut Köhler wird verschmutztes Wasser auf dem Grundstück der Anlage als Prozesswasser wieder zugeführt. Das anfallende Fahr- und Brauchwasser, das aus der Reinigung der Fahrsilos entsteht, werde ins zu bauende Rückhaltebecken geleitet. "Das Rückhaltebecken dient gleichzeitig als Löschwasserspeicher für die Anlage." Der Geograph sprach von einem Volumen von 200 Kubikmeter, das benötigt werde.

Pläne angepasst

Zu Fragen wie der nach der Notwendigkeit eines Anschlusses an die Trinkwasserversorgung kam auch Anlagenbetreiber Stefan Wolfrum aus Nentschau zu Wort. Das Gremium hatte dem Vertreter der Bioenergie Regnitzlosau zuvor Rederecht erteilt. Wie Wolfrum betonte, wird es erst in der Detailplanung möglich sein, darüber zu urteilen. Der Investor sicherte die Prüfung der von Reinhard Luding vorgeschlagene Nutzung des Friedhofweges zur Verlegung der Versorgungsleitungen für die Fernwärmeeinrichtung zu.

Bereits im Vorjahr hatte das Gremium den Flächennutzungsplan entsprechend angepasst, um ein derartiges Vorhaben zu ermöglichen. In Sachen Sonderbebauungsplan warb Norbert Köhler dafür, frühzeitig die Bürger zu beteiligen. Gleichzeitig werde das Genehmigungsverfahren der Anlage nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz eingeleitet, das sämtliche Umweltauswirkungen berücksichtigt und würdigt. Der Planer geht davon aus, dass die Anlage noch dieses Jahr in Betrieb geht.

Gerhardt Schiller wies auf die Auswirkungen hin, falls Schulstraße und Friedhofsweg zur Zulieferung der Biomasse genutzt werden. "Schule und Kindergarten sind von diesen großen Fahrzeugen freizuhalten", lautete seine Forderung. Diese Sorge wusste Wolfrum zu entkräften. Die Hauptzufahrt soll über die Staatsstraße abgewickelt werden. Dazu werde der bestehende Wirtschaftsweg ausgebaut und um 1,5 Meter erhöht, um Lkw und Kran eine gesicherte Zufahrt zu gewährleisten. Entsprechende Gespräche mit dem staatlichen Bauamt habe es schon gegeben. Auf Jürgen Geiers Frage nach den Auswirkungen auf das Fernwärmenetz berichtete Wolfrum, dass die Planung dazu in einem Zug einhergehe. Wolfrum sagte zum Sachstand: "Die Kostenschätzungen für Leitung und Erdarbeiten werden eingeholt."

Keine Details

Auf die nach der Sitzung gestellte Frage der Frankenpost nach Kapazität und weiteren Details der Anlage äußerte sich Stefan Wolfrum noch nicht. Er wolle dies zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten.

Frankenpost 21.02.2011: Grünes Licht für Biogasanlage

http://www.frankenpost.de/nachrichten/hofrehau/rehau/art2452,1444763

Freitag, 2. April 2010

Zur Anfrage von Anonymus: Wie geht es weiter mit der Hackschnitzelheizung?

Die ursprüngliche Idee war, ein Nahwärmenetz durch die Gemeinde zu unterstützen, das aus einer Hackschnitzelheizanlage gespeist wird. Damit sollte privaten Waldbesitzern aus der Region die Möglichkeit eröffnet werden, die Heizanlage zu beliefern und möglicherweise als Betreiber der Anlage und als Wärmelieferanten tätig zu werden. Die Befragung von Waldbesitzern in einer Versammlung am 01.02.2010 hat allerdings ergeben, dass es dafür keine Interessenten gibt. Es ist daher davon auszugehen, dass ein mit Hackschnitzelheizung betriebenes Nahwärmenetz in dem zunächst vorgesehenen Kerngebiet um Schule und Kirche (einbezogen waren Anwesen in der Schulstraße, Rehauer Straße, Südstraße, Hinterkirche, Friedhofsweg, Flurweg und Kleinklingenthal) nicht zustande kommt.
Wie aus Presseberichten zu entnehmen ist, gibt es inzwischen eine Initiative von Landwirten der Region, die anstelle einer Hackschnitzelheizung eine mit Biogas betriebene Heizanlage beliefern und betreiben möchte. Die Initiative lässt derzeit eine Machbarkeitsstudie erstellen, um Kosten und Wärmelieferungspreise zu ermitteln.
Ich gehe davon aus, dass bis Ende April Planungsgrundlagen für eine Entscheidung vorliegen, ob und in welcher Form eine Nahwärmeversorgung angeboten werden kann. Dies ist vor allem aus Sicht der Kirchengemeinde notwendig, da deren Heizanlage akut erneuert werden muss.

Regnitzlosau, 02.04.2010
Werner Schnabel

Samstag, 6. März 2010

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Werner Schnabel
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